Fettliebigkeit

Bei der Behandlung von Fettleibigkeit spezialisieren wir uns auf minimal-invasive laparoskopische Chirurgie

Chirurgische Behandlung von Fettleibigkeit -Adipositas

Eine chirurgische Behandlung kommt bei solchen Patienten zum Einsatz, bei denen klassische Abnehm-Methoden nicht ausreichen, wenn der BMI ≥ 40 kg/m2 beträgt bzw.  > 35 kg/m2 bei Vorliegen weiterer Risikofaktoren (Hypertonie, Diabetes). Nach den neuesten Leitlinien für die chirurgische Therapie der Adipositas kann bei Patienten mit einem Diabetes Typ 2 bereits bei einem BMI zwischen 30 und 35 eine bariatrische Operation erwogen werden.

Die chirurgische Behandlung zeichnet sich durch die höchste Effektivität in Bezug auf Gewichtsreduktion und Verbesserung der Risikofaktoren aus.

Für eine angemessene Therapie, die auch individuelle Patientenbedürfnisse berücksichtigt, ist es unabdingbar, dass Internisten, Diabetologen, Kardiologen und metabolische Chirurgen zusammenarbeiten. Der Erfolg der Behandlung hängt von dieser Kooperation ab. Angesichts der geringen Effektivität einer Verhaltenstherapie und den Nachteilen einer Pharmakotherapie (Nebenwirkungen, Polypharmakotherapie, mangelnde Disziplin bei der Einnahme) bleibt für viele Patienten die Chirurgie als einzige Erfolg versprechende Alternative. Die Eingriffe werden laparoskopisch, also minimalinvasiv durchgeführt ("Schlüssellochchirurgie"), damit ist die Belastung für den Patienten gering wie möglich. So bietet die laparoskopische metabolische Chirurgie der Adipositastherapie die besten Chancen mit nur wenigen Komplikationen.

Methoden der Fettleibigkeits-Chirurgie

Laparoskopischer Gastric-Bypass

Der laparoskopische Gastric Bypass ist ein chirurgisches Verfahren, das in KCM Clinic minimalinvasiv durch die (Video-) Chirurgie durchgeführt wird. Das Verfahren schränkt die Nahrungsaufnahme und die Resorption von Nährstoffen ein. Die Resorption wird durch Überbrückung von Teilen des Darms, die damit nicht mehr an der Verdauung beteiligt sind, reduziert.

Indikationen für den Gastric-Bypass

  • BMI 40 (35 mit Begleitkrankheiten) bis 50 kg/m2
  • BMI zwischen 45-55
  • Behandlung von:
    • Diabetes mellitus Typ 2
    • arterielle Hypertonie
    • andere Begleiterkrankungen
  • Reoperationen nach anderen metabolischen Eingriffen bei Patienten, die ein hohes Maß an Compliance zeigen
  • Akzeptiert die obligatorische Nahrungsergänzung mit Vitaminen und Mineralien
  • "Sweet Eaters"
  • Patienten mit Sodbrennen

Das Verfahren benötigt einen 3-6 Nächte langen Krankenhausaufenthalt nach der Operation. Der Patient muss eine besondere Diät einhalten sowie Vitamine einnehmen, um kontrolliert abzunehmen.

Vorteile

  • Sehr erfolgreich (50-70 % Excess Weight Loss)
  • Operation für Patienten, bei denen restriktive Verfahren wie Ballon, Magenband und Sleeve-Gastrektomie versagt haben
  • Niedrige Komplikationsrate

Laparoskopische Sleeve-Gastrektomie

Die laparoskopische Sleeve - Gastrektomie ist ein chirurgisches Verfahren, das in KCM Clinic minimalinvasiv durch die (Video-) Chirurgie durchgeführt wird. Das Verfahren verkleinert den Magen um 10 % seines Ursprungsvolumens und beschränkt die Kapazität, Nahrung aufzunehmen. Patienten haben ein Völlegefühl schon nach dem Verzehr kleiner Portionen. Bei dem Verfahren wird die linke Seite des Magens durch Beschneidung und Klammernaht entfernt. Es entsteht ein neuer Magen in Form eines etwa 20 cm langen Schlauchs ("Sleeve"). Die Operation nimmt keine Umleitungen oder Neuverbindungen mit dem Darm vor und ist insofern weniger komplex als der Magenbypass.

Indikationen für die Sleeve - Gastrektomie

  • BMI über 40 kg/m2
  • Keine "Sweet-Eaters"
  • Keine "Volumenesser"
  • Keine "Stress-Esser"
  • Kein Sodbrennen

Das Verfahren benötigt einen 3-5 Nächte langen Krankenhausaufenthalt nach der Operation. Der Patient muss eine besondere Diät einhalten sowie Vitamine einnehmen, um kontrolliert abzunehmen.

Vorteile

  • Kann als erste Stufe einer Zweistufen-Operation benutzt werden (siehe unten).
  • Bei der Operation wird der Teil des Magens entfernt, der das appetitanregende Hormon Ghrelin produziert.
  • Niedrige Komplikationsrate.
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